Innerhalb von vier Wochen absolvierten 11 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus unterschiedlichen Berufsgruppen des GPR Gesundheits- und Pflegezentrums Rüsselsheim den Basiskurs „Palliativ Care“. Dieser Kurs umfasste alle Themenbereiche der palliativen Umsorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen. Die Teilnehmerinnen erhielten am vergangenen Freitag (27.10.2023) das Zertifikat Palliativ Care Basis das durch die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin und den Deutschen Hospiz- und Palliativverband e. V. zertifiziert wurde.
Im Rahmen des Kurses wurden die Teilnehmerinnen auf die verantwortungsvolle Aufgabe und alle damit zusammenhängenden Tätigkeiten umfassend vorbereitet. Dazu gehörten medizinische, psychische, soziale, aber auch spirituelle und rechtliche Aspekte. Die Teilnehmerinnen profitierten dabei vom reichhaltigen Erfahrungsschatz in theoretischen und praktischen Einheiten der unterschiedlichen Dozentinnen und Dozenten. Diese kamen aus dem GPR Klinikum oder extern durch Netzwerkpartner wie ambulanten Hospizdiensten, SAPV-Teams (spezialisierte ambulante Palliativversorgung), Hausärzte, dem stationären Hospiz aber auch Bestattungsunternehmen.
„In diesem Kurs wurde deutlich, dass es bei Palliativ Care nicht nur um Fachwissen, sondern letztlich immer auch um Beziehungsgestaltung und Begegnung geht; ganz im Sinne von Cicely Saunders, die das erste stationäre Hospiz in der Nähe von London gründete. Für sie hatte die Umsorgung von schwerkranken und sterbenden Menschen immer vier Dimensionen: die körperliche, die soziale, die psychische und die spirituelle Dimension. Dabei sprach sie vom sogenannten „Total-Pain-Konzept“, nicht zuletzt deshalb, weil auch der Schmerz aus diesen vier Bereichen betrachtet werden muss“, erklärte Kursleiterin Veronika Weizsäcker, die im GPR Klinikum als Palliativkoordinatorin tätig ist.
„Wir sind sehr froh darüber, dass sich so viele Mitarbeiterinnen entschieden haben, diese wichtige Fortbildung zu besuchen. Die Begleitung schwerstkranker, sterbender Menschen ist immer sehr persönlich, nah und intensiv. Das macht die Palliativbegleitung neben der Pflege zu einem wichtigen Arbeitsfeld mit besonderen Kompetenzen“, so GPR Geschäftsführer Achim Neyer.
