Im Mai 1983 nahm die Helfergruppe im damaligen „Stadtkrankenhaus Rüsselsheim“ – dem Vorgänger des heutigen GPR Gesundheits- und Pflegezentrums Rüsselsheim gemeinnützige GmbH – ihren Dienst an den Patienten auf. Ins Leben gerufen wurde die Helfergruppe von Frau Emma Schummer, die auch die erste Gruppensprecherin war. Damals erhielt die Helfergruppe Unterstützung von dem damaligen Dezernenten der Stadt Rüsselsheim, Herrn Stadtrat Erich Solberg, durch Frau Dorothea Hausen, Herrn Martin Schlappner und Frau Liesel Thurn.
Seitdem sind die Damen der Helfergruppe an jedem Vormittag im GPR Klinikum unterwegs und erfreuen die Patientinnen und Patienten mit Gesprächen, kleinen Besorgungen und diversen Hilfestellungen, und Trude Schardt war vom ersten Tag an mit dabei.
Viel Bewegendes habe sie in all den Jahren erlebt und früher, als Patientinnen und Patienten noch länger im Krankenhaus verblieben, sei der Kontakt natürlich intensiver gewesen. Teilweise habe sie auch noch Kontakt im privaten Bereich zu den Patienten, nachdem sie entlassen worden seien. Vor der Covid-Pandemie besuchte sie auch noch regelmäßig Patientinnen und Patienten, die vom GPR Klinikum in das Hospiz Lebensbrücke in Flörsheim kamen.
„Ich werde die Patienten vermissen, denn wir haben uns immer sehr gefreut, wenn es den Patienten besserging. Es war für mich immer ein sehr positives Erlebnis, den Heilungsprozess mitzuerleben. Ich werde natürlich auch die Gemeinschaft der Gruppe vermissen. Ich hatte viele schöne Jahre“, so Trude Schardt.
Innerhalb der Gruppe hat sich in all den Jahren eine sehr gute Gemeinschaft herausgebildet. Man trifft sich jeden ersten Donnerstag im Monat, um den Kontakt untereinander zu halten, Erfahrungen auszutauschen, Vertretungen zu planen und über aktuelle Veränderungen zu berichten. Auch das Gesellige kommt nicht zu kurz: Einmal im Jahr findet ein gemeinsamer Ausflug zu einem interessanten Ziel der näheren oder ferneren Umgebung statt.
Für das GPR Klinikum ist die Helfergruppe eine unverzichtbare Institution geworden. Die ehrenamtliche Initiative, die von einer besonderen Motivation getragen wird, ist aus dem Alltag des GPR nicht mehr wegzudenken. Die zu Beginn der Arbeit formulierten Prinzipien: „Wir begleiten die Patienten durch das Haus“, „Wir führen Gespräche mit kranken Mitmenschen“, „Wir erledigen größere und kleinere Wünsche“, …„auch wenn wir im GPR Klinikum außerhalb der Zimmer unterwegs sind, geschieht dies immer mit einem Blick auf hilfesuchende Patienten oder Besucher“ haben auch heute noch Bestand: Neben kleinen und größeren Besorgungen sind die Mitglieder der Helfergruppe einfach für die Patienten da, hören ihnen zu und muntern sie auf, ganz nach dem Leitsatz der Helfergruppe: „Hören + Handeln = Helfen“.
Diese Devise hat Trude Schardt in all den Jahren zusammen mit der Helfergruppe gelebt und das wurde durchaus auch von höherer Stelle wahrgenommen. Im Mai 2015 hatte der damalige Rüsselsheimer Oberbürgermeister Patrick Burghardt, Trude Schardt den Ehrenbrief des Landes Hessen für ihre ehrenamtliche Tätigkeit verliehen. Bei der Verleihung betonte die Preisträgerin aber, dass sie die Auszeichnung im Namen der gesamten Gruppe entgegengenommen habe.
Für Trude Schardt waren der Leitsatz und der damit verbundene Patientenkontakt die wichtigste Motivation, den ehrenamtlichen Dienst jede Woche aufs Neue anzutreten. Auch deshalb legt sie allen Interessierten ans Herz, sich der Helfergruppe anzuschließen: „Wer die Zeit hat, sich bei uns zu engagieren, wird belohnt, denn wer Gutes tut, bekommt Gutes zurück - dies gilt hier bei uns ganz besonders. Ein Lohn der Arbeit ist die eigene Zufriedenheit. Nach meinem Dienst im GPR Klinikum konnten mich kleine Ärgernisse im Alltag nicht mehr aufregen.“
GPR Geschäftsführer Achim Neyer würdigte bei ihrer Verabschiedung die Arbeit von Trude Schardt und der Helfergruppe: „Wir werden Frau Trude Schardt vermissen und ich danke ihr ganz herzlich im Namen des gesamten GPR Klinikums für ihr jahrelanges großes ehrenamtliches Engagement, das vielen Menschen in einer schweren Lebenssituation zusätzlich Kraft gegeben und sicherlich auch ein Stück weit zur Genesung beigetragen hat. Die Kontinuität und Verlässlichkeit der Leistung von Frau Schardt und der Helfergruppe, die das GPR Klinikum beim Umsorgen der Patientinnen und Patienten eindrucksvoll unterstützt, kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Die Helfergruppe trägt einen bedeutenden Anteil zur Qualitätsphilosophie unseres Hauses bei. Ich danke Frau Schardt und der Helfergruppe auch im Namen der Patientinnen und Patienten des GPR Klinikums ganz herzlich.“
Wie alle ehrenamtlichen Dienste sucht auch die Helfergruppe im GPR Klinikum dringend neue Mitglieder. Wer Interesse hat, sich an einem Vormittag in der Woche ehrenamtlich in der Helfergruppe des GPR Klinikums zu engagieren, kann bei Frau Petra Huss unter 06142 59115 oder bei Frau Renate Kupfer unter 06142 21848 Informationen erhalten.
