GPR Gebäude pink beleuchtet

GPR Klinikum beteiligt sich an weltweiter Aktion im Brustkrebsmonat Oktober

GPR Klinikum wird vom 12. bis 18. Oktober in Pink angestrahlt

Der Brustkrebsmonat Oktober gibt jährlich weltweit Anlass, die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Brustkrebs in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Im Rahmen des weltweiten Projekts Global Illumination sollen im internationalen PINK RIBBON Brustkrebs-Monat Oktober durch die rosa Beleuchtung von Monumenten und Sehenswürdigkeiten rund um den Globus (z. B. Empire State Building, Sydney Opera House) Frauen an die Wichtigkeit der Brustkrebsvorsorgeuntersuchung erinnert werden. Aus diesem Anlass beteiligt sich auch das GPR Klinikum an der weltweiten Aktion. Vom 12. bis 18 Oktober werden Teile des Klinik-Gebäudes, die von der August-Bebel-Straße aus eingesehen werden können, in leuchtendem Pink erstrahlen, damit vielen Menschen in Bezug auf die Früherkennung von Brustkrebs „ein Licht aufgeht“.

 

Jedes Jahr erkranken in Deutschland ca. 70.000 Frauen an einem bösartigen Tumor der Brust. Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen und stellt Patientinnen und Ärzte noch immer vor große Herausforderungen. Um optimale Heilungschancen zu erlangen, ist neben einer möglichst frühen Erkennung der Erkrankung auch eine optimal konzipierte Behandlung wichtig. Im Gegensatz zu den sehr belastenden Therapiemöglichkeiten früherer Zeiten wurden neue Behandlungsmöglichkeiten entwickelt mit dem Ziel einer guten Wirksamkeit bei gleichzeitig möglichst geringer Belastung der Patientin.

„Jede neu entdeckte Veränderung in der Brust kann verunsichern; sei es ein selbst ertasteter Knoten oder ein Befund, der im Rahmen einer Untersuchung beim Arzt entdeckt wurde. Es muss aber nicht immer eine Brustkrebserkrankung sein; in jedem Fall sollte aber eine Abklärung zeitnah erfolgen. Im Brustkrebszentrum des GPR Klinikums finden sich alle Fachärzte, die zur schnellstmöglichen Abklärung einer solchen Situation beitragen. Ungewissheit ist am schwersten zu ertragen. Patientinnen sollten daher nicht zögern, sich bei uns vorzustellen”, erklärt Professor Dr. med. Eric Steiner, Chefarzt der Frauenklinik im GPR Klinikum.

Im Brustkrebszentrum der Frauenklinik im GPR Klinikum sind Spezialisten all der Disziplinen vereint, die für die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der Brust notwendig sind. Um das bestmögliche Behandlungsergebnis für die Patientinnen zu erreichen, arbeiten Ärzte und Pflegekräfte nach den aktuellen evidenzbasierten Leitlinien und Empfehlungen. Von der Diagnostik über die operative und medikamentöse Therapie bis hin zur Strahlentherapie und psychoonkologischen Betreuung wird das gesamte Behandlungsspektrum angeboten. Nicht zu unterschätzen ist auch, ein kosmetisch überzeugendes Ergebnis, welches mit der onkologischen Zielsetzung einhergehen muss, da auch dies ein Zeichen der überwundenen Erkrankung ist und die Patientin ein Leben lang begleiten wird. Daher werden alle Verfahren der plastischen Chirurgie in die OP-Planung miteinbezogen, so Mario Vescia, Leiter des Brustkrebszentrums (DKG) am GPR Klinikum.

„Das GPR Klinikum verfügt über eines von insgesamt 265 zertifizierten Brustkrebszentren in Deutschland, das die hohen Standards erfüllt, um jeder Patientin Diagnostik und Therapie nach aktuellen wissenschaftlichen Standards zukommen zu lassen. Die Zertifizierung ist ein Beweis für eine qualitativ hochwertige Versorgung der Patientinnen in modernen interdisziplinären Strukturen. Dieses Zertifikat ist ein Gütesiegel für das GPR Klinikum und die beteiligten Zentrumsmitglieder. Es belegt, dass sich die Patientinnen in beste Hände begeben“, so GPR Geschäftsführer Achim Neyer

Selbstuntersuchung der Brust ist wichtig

Veränderungen der Brust können in jedem Alter auftreten, daher ist die Brustselbstuntersuchung für Frauen jeder Altersgruppe geeignet und wichtig. Die Selbstuntersuchung der Brust ist eine Vorsorgeuntersuchung, die jede Frau regelmäßig selbst durchführen kann, um Veränderungen in der Brust festzustellen. Die Selbstuntersuchung der Brust ist jedoch kein Ersatz für die Teilnahme an ärztlichen Früherkennungs-Untersuchungen!

Brustkrebs ist die häufigste bösartige Erkrankung bei Frauen. Über 80% der Fälle werden von den Frauen selbst entdeckt, obwohl nur etwa 30 Prozent aller Frauen ihre Brust monatlich untersuchen. Die regelmäßige Brustselbstuntersuchung gibt Sicherheit und Veränderungen können deutlich früher erkannt werden. Nicht jede Veränderung und nicht jeder Knoten sind bösartig. Das kann jedoch zweifelsfrei nur durch einen Arzt festgestellt werden, der deshalb auch bei geringfügigen Auffälligkeiten konsultiert werden sollte.

Vor den Wechseljahren ist der beste Zeitpunkt für eine Selbstuntersuchung die erste Zyklushälfte, idealerweise zwischen dem dritten und siebten Tag nach Beginn der Monatsblutung, dann ist das Drüsengewebe besonders weich und Veränderungen sind besser zu tasten. Gegen Ende des Zyklus kann das Drüsengewebe unter dem Einfluss von Hormonen anschwellen und fühlt sich härter, oft auch etwas knotig an. Frauen in der Menopause sollten sich einen festen Tag im Monat zum Untersuchen aussuchen.

Bei der Selbstuntersuchung sollte im ersten Schritt eine visuelle Untersuchung vor dem Spiegel erfolgen, um Veränderungen von Größe, Form, Haut, Brustwarze und Farbe festzustellen. Die Brüste sollten mit freiem Oberkörper in verschiedenen Körperhaltungen vor einem Spiegel betrachtet werden: Erst mit hängenden Armen, dann die Arme nach oben heben, und zum Schluss die Hände in die Hüfte stemmen. In jeder Position sollte auf Größen- und Formveränderungen, Hautveränderungen, Einwölbungen oder ob die Haut oder die Brustwarzen eingezogen sind geachtet werden.

Die Tastuntersuchung sollte im Bereich vom Schlüsselbein bis unterhalb der Brust und von der Mitte der Achselhöhle bis zum Brustbein erfolgen. Mit nach oben ausgetrecktem Arm sollte mit den mittleren Fingern der Hand die Brust von der Mitte der Achselhöhle bis zur Brustwarze, dann von der Brustwarze bis zum Brustbein abgetastet werden. Dies funktioniert am besten auf- und abwärts in dicht nebeneinander liegenden Bahnen. Die Untersuchung sollte nicht nur mit den Fingerkuppen, sondern mit den flach aufgelegten Fingern erfolgen. Es sollte darauf geachtet werden, dass systematisch vorgegangen und nach und nach die gesamte Brust abgetastet wird. Dafür sollte zunächst von links nach rechts und dann von oben nach unten abgetastet werden. Dabei sollte der erste Durchgang mit leichtem, der zweite mit mittlerem Druck und der dritte mit starkem Druck erfolgen, aber nicht so stark, dass es schmerzhaft ist.

Abschließend sollte die Brustwarze zwischen Daumen und Zeigefinger zusammengedrückt  und darauf geachtet werden, ob Flüssigkeit austritt und wenn ja, in welcher Farbe.