Flüchtlingsfamilie mit Ärzten

GPR Klinikum besorgt Unterkunft für Ukrainische Flüchtlingsfamilie

Täglich erreichen etwa 15 000 Ukrainerinnen und Ukrainer Deutschland, mehr als 180 000 Geflohene haben die Behörden insgesamt schon gezählt und diese Zahl wird in den kommenden Wochen noch weiter steigen. Auch im GPR Klinikum in Rüsselsheim ist bereits eine Flüchtlingsfamilie mit drei kleinen Kindern (1, 3 und 7 Jahre alt) zur Behandlung am Samstag eingetroffen. Die Flüchtlingsunterkunft in Frankfurt hatte in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin unter der Leitung von Frau Dr. Christiane Wiethoff angefragt, ob die drei Kinder zur Behandlung einer Durchfallerkrankung in Rüsselsheim behandelt werden könnten, da in den Frankfurter Kliniken derzeit keine Kapazitäten vorhanden seien.

Die Mutter und der Vater wurden mitaufgenommen, damit die Familie Fazareh aus Kiew nicht getrennt wurde und die Kinder den Krankenhausaufenthalt möglichst angstfrei erleben können. Während des Aufenthaltes im GPR Klinikum wurde die Mutter Covid-positv getestet. Somit musste die gesamte Familie in einem separaten Zimmer gemeinsam isoliert werden. Da die Mutter symptomfrei blieb und die Behandlung der Kinder auch abgeschlossen war, hätte die Familie eigentlich entlassen werden können. Es war aber natürlich nicht möglich, die Flüchtlinge wieder in die Sammelunterkunft nach Frankfurt zurückzuschicken, da noch immer eine Quarantänezeit notwendig war.

Die Familie brauchte eine Unterkunft und so wurde das GPR Klinikum tätig. Mario Berwald, Oberarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, setzte sich ans Telefon und organisierte privat eine Wohnung für die Ukraine-Flüchtlinge. Der engagierte Arzt erklärte sich kurzerhand auch bereit, die Familie mit seinem privaten PKW in ihr vorläufig neues Zuhause zu bringen.

„Als feststand, dass Familie Fazareh mit ihren drei kleinen Kindern dringend eine Unterkunft benötigte, habe ich einfach mal in meinem Bekanntenkreis gefragt und bin gleich beim ersten Anruf fündig geworden. Wir alle sind sehr froh, dass wir hier nicht nur medizinisch, sondern auch humanitär helfen konnten“, so Mario Berwald.