Fortschreitende Digitalisierung der Notaufnahme des GPR Klinikums

Das Team der Notaufnahme des GPR Klinikums versorgt pro Jahr über 47. 000 Menschen und nimmt bis zu 60 Rettungswagen pro Tag an – ein Wert, der die Leistungsfähigkeit der Notaufnahme eindrucksvoll unterstreicht, aber natürlich auch widerspiegelt, dass die Anforderungen und Belastungen in der medizinischen Hochleistungseinheit Notaufnahme – rund um die Uhr, tagtäglich, 365 Tage im Jahr sehr hoch sind.

Dafür, dass sich Ärzte und Pflegekräfte der Notaufnahme auf die bestmögliche Versorgung der Notaufnahmepatienten konzentrieren können, wurde bereits 2019 ein softwaregestütztes Management-System (EPIAS) zur Ersteinschätzung und Dokumentation von Notfallpatienten sowie zur weiteren Optimierung der logistischen Abläufe eingeführt. Das Management-System wurde von Ärzten und Pflegekräften in der Praxis konzipiert und unterstützt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen relevanten Prozessen der täglichen Praxis einer Notaufnahme.

Eine in Zusammenarbeit der Firma EPIAS, der Firma Pulsation (Entwickler digitaler Notfallprotokolle), des GPR Klinikums und des Rettungsdienstes des Kreises Groß-Gerau konstruierte Schnittstelle, ermöglicht inzwischen die digitale Übertragung von Informationen des Rettungsdienstes am Notfallort an die Notaufnahme im GPR Klinikum und sorgt hiermit für eine Vorabinformation, die eine logistische Planung sowie die Bereitstellung von Ressourcen vor Eintreffen des Patienten ermöglicht. Die Schnittstelle sorgt zudem für die digitale Übertragung des Rettungsdienst-/Notarztprotokolls in das Notaufnahme-Managementsystem und damit in das Krankenhausinformationssystem. Der Prozess sorgt für eine datenschutzkonforme, schnelle und umfassende Übertragung aller wesentlichen Patienteninformationen ohne die Gefahr des Datenverlusts von der Notfallbehandlung am Notfallort bis zum Ende des Notaufnahmeprozesses. 

Seit der Einführung des Notaufnahme-Managementsystems wurde die Verwaltungsarbeit vereinfacht und sowohl die umfangreiche ärztliche sowie pflegerische Dokumentation als auch die Standardisierung der Arbeitsabläufe verbessert. Raum- und Ressourcenplanung in der Notaufnahme werden durch die Software erheblich erleichtert.

Mit der erfolgreichen Implementierung dieser digitalen Schnittstelle nimmt das GPR Klinikum eine Vorreiterrolle in der digitalen Transformation des Notfallmanagements ein. Als eine der ersten Kliniken in der Region setzt es konsequent auf innovative Technologien, um die Patientenversorgung noch effizienter und sicherer zu gestalten. Die wegweisende Digitalisierung des Informationsflusses zwischen Rettungsdienst und Notaufnahme trägt nicht nur zu einer verbesserten Behandlungsqualität bei, sondern stellt auch ein zukunftsweisendes Modell für weitere medizinische Einrichtungen dar. Damit unterstreicht das GPR Klinikum einmal mehr seinen Anspruch, modernste medizinische Versorgung mit fortschrittlichen digitalen Lösungen zu verknüpfen.

„Das Notaufnahme-Managementsystem unterstützt uns dabei schnell und sicher die richtige Behandlungsdringlichkeit für Patienten festzulegen und vereinfacht unsere organisatorischen Abläufe deutlich. Ein weiterer, wichtiger Schritt zur Digitalisierung der Notaufnahme ist mit der Einführung der Software und Etablierung der Rettungsdienstschnittstelle getan“, erklärt Stefan Münch, Leiter der Notaufnahme, die Vorteile des Systems.

„Das GPR Klinikum investiert jährlich mehr als 2 Millionen Euro in die Verbesserung der medizinischen Infrastruktur und sorgt damit für eine stetige Weiterentwicklung der Versorgung. Wir haben in den vergangenen Jahren erheblich in die qualitative Entwicklung investiert und können hier im GPR Klinikum eine belegbar hohe Qualität anbieten“, erklärte Achim Neyer, Geschäftsführer des GPR Gesundheits- und Pflegezentrums Rüsselsheim. 

Dieses Projekt wurde über das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) gefördert und wurde finanziert von der Europäischen Union (NextGenerationEU).