Unter der Leitung von Chefarzt PD Dr. Oliver Koeth wurde in diesem Jahr in der II. Medizinischen Klinik (Kardiologie) bereits in mehr als 25 Fällen eine Kryoablation zur Pulmonal-Venen-Isolation angewandt, die bisher im GPR Klinikum noch nicht angeboten wurde. Die Kryoablation hat zum Ziel, die Ursachen des Vorhofflimmerns auszuschalten und so die Herzrhythmusstörung zu beenden. Bei diesem minimalinvasiven Eingriff werden mithilfe von Kälte bestimmte Gewebestrukturen im Herzen verödet (abladiert), so dass keine fehlerhaften elektrischen Reize mehr weitergeleitet werden. Durch eine Ablation können die störenden Signale nicht mehr von den Lungenvenen in den Vorhof gelangen und Vorhofflimmern auslösen. Den störenden elektrischen Impulsen wird dadurch sozusagen der Weg abgeschnitten.
Die Kryoablation wird mit einem sogenannten Kryo-Ballonkatheter durchgeführt. Dieser wird dabei in den linken Vorhof eingeführt. Nachdem der Ballon in der Lungenvene positioniert wurde, wird gasförmiges Kühlmittel eingeleitet, so dass das den Ballon berührende Gewebe durch die Kälte verödet. Die Kälte ist bei der Kryoablation für den Patienten selbst nicht spürbar.
„Ich freue mich sehr, dass wir diesen Eingriff bereits mehrfach erfolgreich durchführen konnten. Dieses Verfahren ist sehr sicher und schonend für den Patienten. Vorhofflimmern sollte man immer ernst nehmen und sehr frühzeitig behandeln lassen, denn es verschwindet in der Regel nicht von selbst. Diese Erkrankung ist zwar nicht unmittelbar lebensbedrohlich, beeinträchtigt die Lebensqualität vieler Patienten jedoch sehr“, erklärt Privatdozent Dr. Oliver Koeth.
Wenn medikamentöse Therapien nicht zufriedenstellend wirken oder nicht tolerierbare Nebenwirkungen auftreten, ist die Katheterablation eine sehr gute Therapieoption. Besonders bei jungen Patienten, welche unter einem anfallsartigen und dabei symptomatischen Vorhofflimmern leiden, wird diese Methode immer häufiger als Alternative zur medikamentösen Dauertherapie eingesetzt.
„Mit diesen erfolgreichen Eingriffen hat Privatdozent Dr. Oliver Koeth in der Kardiologie des GPR Klinikums ein weiteres Kapitel in der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Herzrhythmusstörungen aufgeschlagen. Das GPR Klinikum verfügt über eine über die Grenzen der Region beachtete Kardiologie mit modernsten Behandlungsmethoden und kann eine wohnortnahe Patientenversorgung sicherstellen. Wir sind in der Lage, den Patientinnen und Patienten der II. Medizinischen Klinik eine optimale Versorgung anzubieten und den Zugang zu den modernen Verfahren in der Kardiologie zu ermöglichen, die zum Spektrum des GPR Klinikums gehören“, so Geschäftsführer Achim Neyer.
