Endometriose ist weit mehr als eine schmerzhafte Regelblutung. Viele Patientinnen leiden unter chronischen Schmerzen, massiven Einschränkungen im Alltag und nicht selten auch unter einem unerfüllten Kinderwunsch. Umso wichtiger ist es, die Erkrankung bekannter zu machen und gleichzeitig zu zeigen, dass medizinische Hilfe möglich ist. Die Endometriose-Vereinigung Deutschland hat zum Aktionstag die Kampagne #EndoVerstehen gestartet. Sie will Mythen entkräften, Wissen vermitteln und Betroffenen Mut machen, sich nicht mit ihren Beschwerden abzufinden, sondern ärztliche Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Denn noch immer vergehen im Durchschnitt mehrere Jahre, bis die Erkrankung korrekt diagnostiziert wird.
„Endometriose ist eine chronische Erkrankung, die für viele Frauen mit erheblichen Belastungen verbunden ist. Uns ist es ein großes Anliegen, Betroffenen in unserer Region eine fundierte und einfühlsame Behandlung anzubieten. Wichtig ist, dass betroffene Frauen ihre Beschwerden ernst nehmen und frühzeitig ärztliche Hilfe suchen“, betont Prof. Dr. Eric Steiner, Chefarzt der Frauenklinik am GPR Klinikum.
Die Frauenklinik des GPR Klinikums bietet ein breites Spektrum an individuell abgestimmten Therapien. Dazu gehören in Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kollegen medikamentöse Behandlungen, die Beschwerden lindern und das Fortschreiten der Erkrankung bremsen, etwa durch Schmerzmittel oder verschiedene Hormontherapien. Auch der Langzeitzyklus der Antibabypille kann zyklusabhängige Schmerzen gezielt reduzieren. Zusätzlich stehen chirurgische Verfahren zur Verfügung, insbesondere die minimalinvasive Laparoskopie, bei denen Endometrioseherde erkannt und entfernt werden können. Dabei steht in der Versorgung im MIC-III Zentrum der Organerhalt immer im Mittelpunkt. In schwereren Fällen mit Beteiligung des Darms oder der Blase sind auch größere Eingriffe möglich, die interdisziplinär geplant und durchgeführt werden. Die Wahl der passenden Therapie erfolgt stets in enger Absprache mit den Patientinnen, sodass jede Frau eine umfassende und ganzheitliche Betreuung erhält.
Mit dem Engagement am Tag der Endometriose möchte das GPR Klinikum verdeutlichen, dass Frauen in Rüsselsheim und der gesamten Region kompetente Ansprechpartner vor Ort haben. Ziel ist es, betroffenen Patientinnen Mut zu machen und ihnen Perspektiven aufzuzeigen, denn Endometriose ist behandelbar und kein Schicksal, das man einfach hinnehmen muss.
„Als Gesundheits- und Pflegezentrum übernehmen wir Verantwortung für die Menschen in unserer Region. Aufklärung und Prävention sind uns genauso wichtig wie eine moderne, patientenorientierte Versorgung. Deshalb ist es uns ein besonderes Anliegen, auf den Tag der Endometriose aufmerksam zu machen und betroffene Frauen mit einem umfassenden Behandlungsangebot zu unterstützen“, erklärt Stefan Keller, stellvertretender Geschäftsführer des GPR Klinikums.
