Seit September 2021 arbeitet Frau Veronika Weizsäcker als Palliativkoordinatorin im GPR Klinikum. In den Jahren, in denen sie ambulant tätig war, ist der gute Kontakt zur Klinik stets aufrecht erhalten geblieben. Als Krankenschwester und Palliative Care Fachkraft arbeitete sie bereits von 1994 bis 2012 im GPRKlinikum in verschiedenen Fachabteilungen. Von 2012 bis 2021 war sie als Koordinatorin im ambulanten Hospizbereich tätig. Neben ihrer Berufstätigkeit bildete sie sich kontinuierlich durch Fachseminare und Weiterbildungen fort, ist selbst als Dozentin im Hospiz- und Palliativbereich aktiv. „Es ist wie Nachhause kommen“, so Veronika Weizsäcker, als sie erneut in der Klinik ihre Tätigkeit aufnahm. „Seit ich 16 Jahre alt bin, weiß ich, dass ich mich schwerkranken und sterbenden Menschen widmen möchte. Menschen in einer existentiellen Krise sind besonders sensibel. Ihnen begegnen zu dürfen, ist eine Ehre. Das Sein mit schwerkranken Menschen und ihren Nahestehenden ist unglaublich facettenreich, besonders und passt niemals in ein Schema. Und es ist ganz gewiss eine Lehre für das Leben.“
Nur wenige Menschen versterben in stationären Hospizen oder auf Palliativstationen. Eine weit höhere Zahl verstirbt in den unterschiedlichen Fachabteilungen eines Krankenhauses. Es ist also ein Thema, das den gesamten Klinikbereich betrifft.
Im GPR Klinikum wird die Versorgung von Palliativpatienten als wichtig und bedeutend bewertet. Die große Vision liegt in dem Wunsch in allen Klinikbereichen eine Sensibilität für schwerkranke und sterbende Menschen zu entwickeln. Das individuelle Einbinden verschiedener Fachbereiche, wie z.B. Schmerztherapeuten, Physiotherapeuten, Musik- und Kunsttherapeuten, Psychologen, ehrenamtlichen Hospizmitarbeitenden etc., soll dazu beitragen, die Würde und die individuellen Bedürfnisse der betroffenen Menschen zu achten. Schulungen und Fort- und Weiterbildung im Hospiz- und Palliativbereich aller in die Versorgung eingebundenen Mitarbeitenden tragen dazu bei, dass ein Krankenhaus auch für schwerkranke und sterbende Menschen und ihre Nahestehenden ein guter Ort sein kann. Geprägt ist die Fürsorge von einer hospizlich-palliativen Haltung, die das Sterben als einen lebensbejahenden Aspekt unseres Daseins anerkennt.
Selbstredend sind die Pflege und Zusammenarbeit auch mit ambulant tätigen Institutionen von sehr hoher Bedeutung. Der reibungslose Ablauf bei der Verlegung eines betroffenen Menschen beispielsweise in die häusliche Umgebung, aber auch in eine andere stationäre Einrichtung, sichert nicht nur die Zufriedenheit, sondern sorgt für ein sicheres Gefühl bei allen. Das Wissen darum, dass man auch nach der Entlassung gut versorgt ist, bedeutet in solchen Lebensmomenten unglaublich viel.
„Der sehr gute Kontakt zu den ambulant und außerklinisch stationär tätigen Institutionen und Menschen erlaubt eine angemessene und gelingende Fortführung der palliativen Versorgung. Bereits seit vielen Jahren ist das Klinikum diesbezüglich schon sehr gut aufgestellt. Diesen Weg fortzuführen und weiter zu entwickeln bedeutet mir sehr viel“, so Veronika Weizsäcker abschließend.
