Dieser Ausbildungsteil wird seit drei Jahren durch eine jährlich stattfindende Notfallübung durchgeführt. Im Rahmen der Notfallversorgung erfolgte am vergangenen Samstag in Kooperation mit dem Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) eine entsprechende Notfallübung. In den vergangenen Jahren gab es bereits inszenierte Notfallszenarios, in denen Auszubildende der GPR Fachschule für Pflegeberufe und angehende Notfallsanitäter gemeinsam zwei simulierte Unfallsituationen mit jeweils einem verletzten Menschen meistern mussten. Im Anschluss erfolgte eine ausführliche Reflektion des Geschehens, um die Verknüpfung zur Theorie zu verdeutlichen.
Diesmal hatten sich die verantwortlichen Planer zur Erweiterung der Kompetenzen eine überaus komplexe Notfallsituation ausgedacht. In Zusammenarbeit mit der Gefahrenabwehr des Kreises Groß-Gerau, dem DRK-Kreisverband Groß-Gerau e.V., der Feuerwehr Rüsselsheim-Haßloch, dem Amt für Brandschutz der Stadt Rüsselsheim und der GPR Fachschule für Pflegeberufe sowie der Notaufnahme des GPR Klinikums wurde ein Brand im 3. Obergeschoss der GPR Seniorenresidenz "Haus am Ostpark" mittels Rauchgenerator simuliert.
Vom Absetzen des Notrufs, der Räumung des Wohnbereichs, der Versorgung der verletzten Personen, dem Eintreffen des Rettungsdienstes bis zum Abtransport der Verletzten arbeiteten die angehenden Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner mit Rettungsdienst und der Feuerwehr zusammen. Nach der rettungsdienstlichen Primärversorgung vor Ort wurden die „Patientinnen und Patienten“ per Rettungsdienst in das GPR Klinikum gebracht. Dort wurde durch die Notaufnahme im Rahmen einer Übung zum Massenanfall von Notfall Verletzten (MANV) die Patientensichtung vorgenommen um damit die Behandlungsdringlichkeit für die einzelnen „Verletzten“ (Triage) festzulegen.
Die Auszubildenden wurden vom Team der GPR Fachschule für Pflegeberufe beobachtet, das den Verlauf dokumentierte, um anschließend eine Rückmeldung geben zu können. Abschließend wurden bei einem gemeinsamen Essen mit allen Beteiligten Eindrücke und Erfahrungen ausgetauscht und ein Fazit gezogen.
„Die Ausbildung der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner ist sehr umfangreich und soll die Auszubildenden auf möglichst viele Situationen vorbereiten. Dass wir dieses Thema in der Ausbildung so realitätsnah lehren und üben können ist nicht selbstverständlich und nur durch die enge Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst (DRK) und den zuständigen Stellen des Katastrophenschutzes sowie der Feuerwehr möglich bei denen wir uns hierfür herzlich bedanken“, erklärte Stefan Keller, Stellvertreter des Geschäftsführers des GPR und Verantwortlicher für die GPR Fachschule für Pflegeberufe.
