SPD-Landtagsabgeordnete Kerstin Geis informiert sich im GPR Klinikum über das Projekt „Babylotsin“

Im Rahmen ihrer Sommertour besuchte die SPD-Landtagsabgeordnete Kerstin Geis gemeinsam mit Tobias Eckert, Fraktionsvorsitzender der SPD im Hessischen Landtag, und SPD-Kreistagsmitglied Josephine Wandt das GPR Klinikum. Ziel des Besuchs war es, sich über das erfolgreiche Präventionsprogramm „Babylotsin“ zu informieren, das seit 2018 am GPR Klinikum umgesetzt wird.

Empfangen wurde die Delegation von Oberbürgermeister und GPR-Aufsichtsratsvorsitzenden Patrick Burghardt, GPR-Geschäftsführer Achim Neyer, Babylotsin Kaja Maiwert-Voß sowie ihrer administrativen Mitarbeiterin Anja Lütgert. Ebenfalls nahmen die Chefärztin der Kinderklinik, Dr. Christiane Wiethoff, und der Chefarzt der Frauenklinik, Prof. Dr. Eric Steiner, am Termin teil. Nach einer kurzen Vorstellung des Klinikums, präsentierten Maiwert-Voß und Lütgert die Arbeit der Babylotsin.

Das Babylotsenprogramm ist ein niedrigschwelliges Unterstützungsangebot für Familien rund um die Geburt. Es richtet sich vor allem an Eltern in belastenden Lebenslagen, die systematisch und verlässlich in bestehende Hilfs- und Versorgungsstrukturen vermittelt werden. Die Babylotsin am GPR Klinikum ist direkt in den Klinikalltag der Frauenklinik eingebunden und fungiert als Bindeglied zwischen medizinischer Versorgung, Familie und regionalen Unterstützungsnetzwerken.

Während der Präsentation kam es zu einem angeregten Austausch zwischen allen Anwesenden über die Vorteile des Projekts „Babylotsin“. Dabei standen insbesondere die Prävention potenzieller Kindeswohlgefährdungen, die Kostenersparnisse durch vorbeugende Maßnahmen sowie die enge Kooperation mit den „Frühen Hilfen“ der Stadt Rüsselsheim im Mittelpunkt. Ebenso wurde die Situation der Geburtshilfe im Rahmen der geplanten Krankenhausreform diskutiert. Prof. Dr. Eric Steiner regte in diesem Zusammenhang an, dass jede Geburtshilfe mit einer festangestellten Sozialarbeiterin ausgestattet sein sollte.

„Mit der Babylotsin schließen wir eine entscheidende Lücke zwischen Geburt und gezielter Unterstützung. Das Programm entlastet nicht nur Familien, sondern auch unser Klinikpersonal – und leistet einen wertvollen Beitrag zum Kinderschutz in der Region“, betonte GPR-Geschäftsführer Achim Neyer.

„Das Programm schließt eine wichtige Versorgungslücke und sorgt dafür, dass Familien frühzeitig die Hilfe erhalten, die sie brauchen“, erklärte Kaja Maiwert-Voß. 2024 nutzte fast ein Viertel der werdenden Eltern im GPR Klinikum das Angebot – ein Wert, der deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt liegt.

Mit dem Besuch unterstrich die SPD-Delegation die Bedeutung präventiver Familienangebote und die Notwendigkeit einer langfristigen, gesicherten Finanzierung solcher Programme.

Kerstin Geis betonte zum Abschluss: „Das Projekt Babylotsen leistet einen wertvollen Beitrag zur Unterstützung von Müttern und Vätern rund um die Geburt. Es wäre gut, wenn eine solche Unterstützung in jeder Geburtsstation in Hessen möglich ist.“