Neuer Delirmanager stärkt Patientenversorgung am GPR Klinikum

GPR Klinikum führt ganzheitliches Delirmanagement zur frühzeitigen Erkennung und Behandlung ein

 

Mit der Einführung eines umfassenden Delirmanagements stärkt das GPR Klinikum die Versorgung seiner Patientinnen und Patienten entscheidend. Seit dem 1. Juli 2025 ist Kevin Stelz, examinierter Pflegefachmann, als Delirmanager im Einsatz. Ziel ist es, Delirzustände frühzeitig zu erkennen, gezielt zu behandeln und bestmöglich vorzubeugen – ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Behandlungsqualität.

 

„Das Delir ist eine ernstzunehmende, häufig auftretende Komplikation im Krankenhaus. Es äußert sich durch plötzliche Veränderungen des Bewusstseins, der Aufmerksamkeit und Wahrnehmung. Typische Symptome sind Verwirrtheit, Desorientierung, Halluzinationen, Schlafstörungen oder eine eingeschränkte Urteilsfähigkeit. Die Ursachen sind vielfältig und reichen von Infektionen, Medikamentennebenwirkungen, Stoffwechselstörungen bis hin zu Schmerzen oder Umweltfaktoren. Hier haben wir bei der ärztlichen Behandlung unserer Patienten viele Ansatzpunkte zur positiven Einflussnahme – etwa durch eine frühzeitige Diagnostik, eine gezielte Behandlung der auslösenden Ursachen, den schonenden Einsatz von Medikamenten, eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie durch die Schaffung einer beruhigenden und orientierungsfördernden Umgebung“, erklärt PD Dr. Gerd Albuszies, Ärztlicher Direktor des GPR Klinikums.

„Pflegekräfte sind im Delirmanagement unverzichtbar, weil sie durch ihre kontinuierliche Betreuung, Beobachtung und Unterstützung maßgeblich zur Früherkennung, Prävention und Behandlung beitragen. Ihre empathische und kompetente Betreuung kann den Unterschied machen“, betont Pflegedirektor Benno Schanz.

Als Delirmanager übernimmt Kevin Stelz zentrale Aufgaben in der interdisziplinären Versorgung: von der strukturierten Früherkennung über die ursachenorientierte Therapie, das Umfeldmanagement und medikamentöse wie nicht-medikamentöse Behandlungsmaßnahmen bis hin zur nachhaltigen Prävention. Sein Einsatz ist ein weiterer Baustein in der patientenorientierten Versorgungsstrategie des GPR Klinikums.

Die Thematik gewinnt auch auf nationaler Ebene an Bedeutung: Das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) arbeitet derzeit an einem neuen Expertenstandard zum Thema „Delir“, der voraussichtlich 2027 veröffentlicht wird.

„Es zeigt sich einmal mehr, dass wir am GPR zu den Vorreitern gehören, wenn es darum geht, Themen aufzugreifen, die unseren Patientinnen und Patienten direkt zugutekommen“, erklärt Geschäftsführer Achim Neyer. „Mit der Einführung eines professionellen Delirmanagements investieren wir gezielt in die Qualität unserer Pflege und die Sicherheit unserer Patientinnen und Patienten. Gerade in einer zunehmend älter werdenden Gesellschaft gewinnt dieser Aspekt an Relevanz – umso wichtiger ist es, dass wir heute schon Strukturen schaffen, die auch morgen noch wirksam sind. Wir sehen es als unsere Verantwortung, innovative Konzepte frühzeitig umzusetzen und aktiv mitzugestalten.“

Mit dem neuen Delirmanagement setzt das GPR Klinikum ein starkes Zeichen für eine qualitativ hochwertige, ganzheitliche und sichere Patientenversorgung.