„Mit der neuen Technologie wird die Patientenüberwachung auf ein höheres Niveau gehoben: Das System ermöglicht den Zugriff auf aggregierte medizinische Daten in Echtzeit und unterstützt die klinische Entscheidungsfindung durch eine verbesserte Datenverfügbarkeit. Gleichzeitig können medizinische Geräte wie Patientenmonitore teilweise aus der Ferne gesteuert werden.“, erklärt Dr. Marcel Féchir, Leitender Oberarzt der Stroke Unit.
Ein besonderer Vorteil liegt in der verbesserten Organisation von Arbeitsabläufen. Durch die zentrale Darstellung relevanter Vitaldaten, Trends und Ereignisse können Behandlungsteams schneller reagieren und fundierte Entscheidungen treffen. Darüber hinaus trägt die Technologie dazu bei, den Patientinnen- und Patientenkomfort zu erhöhen, da bestimmte Eingriffe am Monitor auch außerhalb des Patientenzimmers erfolgen können. Auch im Hinblick auf Hygiene und Infektionsschutz bietet das System entscheidende Vorteile: Durch reduzierte direkte Kontakte kann das Risiko von Übertragungen verringert werden.
Die erfolgreiche Einführung der neuen Technologie ist das Ergebnis einer engen und bereichsübergreifenden Zusammenarbeit. Die Medizintechnik und die IT-Abteilung haben das System gemeinsam geplant, implementiert und in die bestehende Infrastruktur integriert. Diese interdisziplinäre Kooperation stellt sicher, dass sowohl technische als auch klinische Anforderungen optimal berücksichtigt werden und die Lösung reibungslos im Alltag funktioniert.
Auch aus medizinischer Sicht stellt die neue Lösung einen wichtigen Fortschritt dar: „Gerade in der Schlaganfallversorgung zählt jede Minute. Die Möglichkeit, Vitaldaten zentral und in Echtzeit zu erfassen sowie schneller darauf reagieren zu können, verbessert die Behandlungsqualität erheblich. Dass diese Technologie bislang nur in wenigen Kliniken deutschlandweit im Einsatz ist, unterstreicht die hohe Innovationskraft unserer Stroke Unit“, erklärt Privatdozent Dr. Gerd Albuszies, Ärztlicher Direktor des GPR.
„Die neue Lösung basiert auf modernen Standards zur Vernetzung medizinischer Geräte und ermöglicht eine sichere, interoperable Kommunikation innerhalb der Krankenhausinfrastruktur. Damit ist das GPR auch für zukünftige Anforderungen der digitalen Medizin bestens aufgestellt“, betont Achim Neyer, Geschäftsführer des GPR Gesundheits- und Pflegezentrums.
